Jean-Féry Rebel – Thomas Adès – John Adams
John Adams‘ Klangrausch
Die Premiere von »Harmonium« für Chor und Orchester im Jahr 1981 machte John Adams zu jener bedeutenden Figur in der US-amerikanischen Musik, die er heutzutage ist. In dem ersten der drei Teile des Stücks, »Negative Lights«, vertont er das gleichnamige Gedicht des Shakespeare-Zeitgenossen John Donne. Von einem einzigen pulsierenden Ton ausgehend, bildet sich hier nach und nach vor den Augen und Ohren des Publikums eine immer komplexer werdende musikalische Struktur heraus, die schließlich in einem frenetischen Klimax mündet. Auch die zwei weiteren Teile, basierend auf Gedichten Emily Dickinsons, bilden zusammen ein ähnliches Muster nach, mit dem überaus düsteren »Because I Could Not Stop for Death«, welches nahtlos in »Wild Nights« übergeht, wo der Name musikalisches Programm ist.
Vom Urchaos zur Schöpfung
Komplettiert wird das Konzert von »Les Élémens« von Jean-Féry Rebel, das mit seinen für den Barock gänzlich ungewohnten Dissonanzen besticht, wenn es die Transformation der Elemente von ihrem chaotischen Grundzustand in vollkommene Ordnung vertont. Außerdem spielt der Pianist Kirill Gerstein »In Seven Days« von Thomas Adès, ein Konzert für Klavier und bewegte Bilder, welches die biblische Kreation der Welt in sieben Tagen nacherzählt.
Programmdetails
Personen
Programm
Jean-Féry Rebel
Thomas Adès
„In Seven Days“
für Klavier und Orchester
John Adams
„Harmonium“
für Chor und Orchester
Philharmonie Berlin, Großer Saal
Die 1963 eröffnete Berliner Philharmonie ist eine der Ikonen der modernen Architektur. Mit dem Konzertsaal schuf der Architekt Hans Scharoun eine völlig neue Form: Die 2250 Sitzplätze sind in verschiedenen Blöcken, terrassiert wie ein Weinberg, rings um ein fünfseitiges Orchesterpodium angelegt. Unter dem Saal befindet sich das Foyer, in dessen Treppenlabyrinthen sich selbst Stammgäste immer wieder verirren. Aus der inneren Anlage erklärt sich auch die ungewöhnliche Silhouette des Gebäudes, dessen Außenhaut mit goldenen Aluplatten verkleidet ist. Auch akustisch gilt der Saal als einer der besten der Welt. Er ist Heimat der Berliner Philharmoniker, wird aber auch von den anderen Berliner Orchestern und Veranstaltern bespielt.
Opened in 1963, the Philharmonie Berlin is one of the icons of modern architecture. Architect Hans Scharoun created a completely new form for the concert hall: the 2,250 seats are arranged in different blocks, terraced like a vineyard, around a five-sided orchestra podium. Beneath the hall is the foyer, whose labyrinthine staircases cause even regular visitors to get lost time and again. The unusual silhouette of the building, whose outer shell is clad in golden aluminium panels, can also be explained by its internal layout. The hall is also considered one of the best in the world in terms of acoustics. It is home to the Berliner Philharmoniker, but is also used by other Berlin orchestras and event organisers.
Philharmonie Berlin, Großer Saal
Herbert-von-Karajan-Straße 1
10785 Berlin
Deutschland
© Schirmer
Chor und Orchester: was ist das eigentlich?
Seine Chor- und Orchesterkonzerte gestaltet der Rundfunkchor Berlin so unterschiedlich wie facettenreich. Regelmäßig ist er an der Seite internationaler Spitzenensembles zu erleben. Es besteht eine intensive Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Seine enorme Wandlungsfähigkeit stellt der Rundfunkchor Berlin mit den großen Klassikern der chorsinfonischen Literatur wie auch mit Uraufführungen zeitgenössischer Werke unter Beweis.
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