Foto human requiem Rundfunkchor Berlin

»human requiem«

Johannes Brahms

»Ein deutsches Requiem«

 

Vertrautes neu entdecken: Gemeinsam mit Jochen Sandig und einem Team der Compagnie Sasha Waltz & Guests setzt der Rundfunkchor Berlin das Brahms-Requiem choreografisch um.

Die Trennung zwischen Bühne und Zuschauerraum ist aufgehoben, das Publikum sitzt nicht frontal vor dem Klang, sondern steht mittendrin – Text, Körper, Raum und Klang werden unmittelbar miteinander in Verbindung gesetzt.Die szenische Umsetzung des Brahms-Requiems durch Jochen Sandig und ein Team von Sasha Waltz & Guests wurde zum Meilenstein der erfolgreichen interdisziplinären Reihe des Rundfunkchores Berlin. Nach zahlreichen ausverkauften Aufführungen in Berlin und erfolgreichen Gastspielen u.a. in Südamerika, New York, Athen und Hongkong ist die Produktion im Mai 2017 erneut insgesamt fünf Mal in Berlin zu erleben.

 

 

Musik, hautnah und berührend: Mit dem »human requiem« hat der Rundfunkchor Berlin dem Musikerlebnis eine neue Dimension erschlossen. Seit der Premiere der Erfolgsproduktion im Jahr 2012 stieß diese bei durchgehend ausverkauften Wiederaufnahmen und weltweiten Gastspielen auf begeisterte Resonanz. Wie ein Mobile bewegen sich die Stimmen um die Hörer, die sich ihrerseits frei im Raum bewegen können. Das Publikum sitzt nicht mehr frontal vor dem Klang, sondern steht mittendrin – Text, Körper, Raum und Klang werden neu miteinander in Verbindung gesetzt. »Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden«, Jochen Sandig nimmt Brahms’ Requiem beim Wort. Die Nähe zum Sänger und zum Menschen wird zum emotional wie intellektuell bewegenden Erlebnis – und macht die humane Botschaft des Trostes mit allen Sinnen erfahrbar.

 

In der Gemeinschaft von Singenden und Hörenden wird diese Botschaft zu einem raumgreifenden und persönlichen Erlebnis: zu einem human requiem. In einem viel zitierten Brief an den Dirigenten der Uraufführung Carl Reinthaler schrieb Johannes Brahms 1867: »Was den Text betrifft, will ich bekennen, dass ich recht gern das ‚Deutsch’ fortließe und einfach den ‚Menschen’ setzte.«

»I’m in tears … in the darkness, I heard your voice giving me the light, the hope, the love … this is the best that I have had in years.« (Komponist Tan Dun, Brüssel 2016)

Das Brahms-Requiem gehört zu den Herzstücken im Repertoire des Rundfunkchores Berlin. Für die gemeinsame CD-Einspielung mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle gewann der Chor 2008 den ersten von drei Grammys. Für seinen neuartigen künstlerischen Ansatz wurde das »human requiem« im Mai 2016 mit dem Classical:NEXT Innovation Award Runner up ausgezeichnet, der im Rahmen der in Rotterdam stattfindenden Konferenz zum
zweiten Mal verliehen wurde.