RundfunkchorLounge 26/27 »Sauberes Wasser und schmutzige Geschäfte«

19.30 Uhr Heimathafen Neukölln Tickets verfügbar
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Kampf ums blaue Gold

Alle Menschen brauchen Wasser; der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist ein Menschenrecht, der aber mehr als 800 Millionen Menschen weltweit verwehrt bleibt. Da das Wasser ein lebensnotwendiger Rohstoff ist, lassen sich hiermit eben ausgesprochen gute Geschäfte machen. Und diese sind dann nicht selten besonders schmutzig. Die erste RundfunkchorLounge der Spielzeit 26/27 macht es sich also zur Aufgabe, die Rolle der Ressource Wasser in Wirtschaft und Politik zu erörten.

Wasser, Worte und Chorklang im Heimathafen

Raus aus dem Konzertsaal und rein in die Gesellschaft – das ist das Motto, wenn der Rundfunkchor Berlin Sie im Heimathafen Neukölln begrüßt, denn Musik und Politik hängen untrennbar zusammen. Das musikalische Programm, zusammengestellt von Chefdirigent Gijs Leenaars, dreht sich dann ebenso wie die begleitenden Expert:innengespräche um das Thema Wasser, mit Stücken wie Brahmsʼ Vertonung des Textes »Es rinnen die Wasser Tag und Nacht«. Zu den Gesprächsgästen zählt auch Dr. Laura von Vittorelli. Sie ist Senior Researcher für Umweltrecht und Governance am Öko-Institut und verfügt über Expertise im nationalen und europäischen Wasserrecht sowie in der Wasserpolitik. Im Anschluss an das musikalische und thematische Hauptprogramm laden wir Sie noch herzlich dazu ein, den Abend an der Bar des Heimathafens Neukölln bei gemütlicher Lounge-Musik ausklingen zu lassen.

Programmdetails

Programm

Philippe de Monte

„Super flumina Babylonis“ (Psalm 137)


für achtstimmigen Chor a cappella

Claude Debussy

„La mer est plus belle“


für Mezzosopran und Klavier

Nadia Boulanger

„La mer est plus belle“


bearbeitet für Violoncello und Klavier

Karin Rehnqvist

„The Dream“


für Mezzosopran und Violoncello

Lasse Enersen

„Agua nocturna“


für achstimmigen Chor und Violoncello

Pause

ca. 20 Minuten

Aoi Hasegawa

„Petrichor“


für acht- bis 14-stimmigen Chor a cappella

Gwyneth Walker

„Ice!“ aus „Songs from the High Sierra“


für Tenor und Klavier

Henry Purcell

„What Power art thou“ aus der Semi-opera „King Arthur“


für Bass und Cembalo

Heinrich von Herzogenberg

„O, ihr Wolken, gebet Wasser“ aus „Deutsches Liederspiel“ op. 14 (Nr. 7)


für Sopransolo, Frauenchor und Klavier

Johannes Brahms

„Sehnsucht“ (Es rinnen die Wasser) op. 112 Nr. 1


für Chor und Klavier

Paul Simon

„Bridge Over Troubled Water“


für Chor + Klavier bearbeitet von Kirby Shaw

Eriks Ešenvalds

„Stars“


für Chor, drei bis vier tibetische Klangschalen und sechs Gläser

Bio Vivian Perkovic, Moderatorin

Vivian Perkovic ist Journalistin und beschäftigt sich mit einem breiten Spektrum kultureller, gesellschaftlicher und geopolitischer Themen. Dazu zählen Musik, Literatur, Theater, Tanz und Popkultur ebenso wie Fragen rund um Migration sowie technologische Entwicklungen im Kontext von Digitalität und Popkultur – in den vergangenen Jahren auch Künstliche Intelligenz.
Sie arbeitet als Redakteurin und Moderatorin beim Deutschlandradio für die Sendungen »Tonart am Nachmittag« und »Fazit«. Seit 2017 moderiert Vivian Perkovic das tägliche 3sat-Magazin »Kulturzeit«. Dafür wurde sie gemeinsam mit dem Redaktionsteam 2022 mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie »Beste Information« ausgezeichnet.

Bio Dr. Laura von Vittorelli, Gesprächsgast

Dr. Laura von Vittorelli ist Senior Researcher im Bereich Umweltrecht am Öko-Institut in Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen im Wasser-, Naturschutz- und Umweltrecht sowie in der Frage, wie rechtliche Rahmenbedingungen die Transformation zu einer klima- und naturverträglichen Gesellschaft unterstützen können. Ihr Arbeitsspektrum verbindet wissenschaftliche Grundlagenforschung mit praxisnaher Politik- und Rechtsberatung. Dazu gehören unter anderem das Projekt »Zukunft Umweltrecht 2.0«, das neue Ansätze für ein krisenfestes Umweltrecht entwickelt, Projekte zur Wasserkreislaufführung in der Industrie zur nachhaltigen Sicherung von Wasserressourcen, die Evaluation der Beschleunigungsgesetzgebung im Bereich der erneuerbaren Energien sowie Arbeiten zur Weiterentwicklung des Bodenschutzrechts. Vor ihrer Tätigkeit am Öko-Institut war Dr. von Vittorelli Umweltjuristin bei ClientEarth Deutschland und Leiterin der Gewässerpolitik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Sie promovierte am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) zum europäischen Wasserrecht.

Radioübertragung

Das Konzert wird von Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet und am 03. Dezember um 20 Uhr gesendet.

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Heimathafen Neukölln

Der Heimathafen Neukölln ist seit 2009 ein etablierter Ort für kulturelle Veranstaltungen in Berlin. Von Theateraufführungen über Konzerte bis hin zu politischen Debatten bietet das Haus im Herzen von Neukölln dem Publikum ein vielseitiges Programm. Der einst von einem Kollektiv aus zehn Frauen gegründete Heimathafen begreift sich selbst als "Untersuchungsraum" für die unterschiedlichsten Formate. Damit ist er der ideale Ort für unsere RundfunkchorLounges, die nicht nur mit überraschenden musikalische Elementen begeistern, sondern darüber hinaus auch Raum für anregende Gespräche bieten.

Heimathafen Neukölln
Karl-Marx-Straße 141
12043 Berlin
Deutschland

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Der Heimathafen Neukölln von Innen

© Verena Eidel

Der Heimathafen Neukölln von Innen

© Benjamin Jenak

© Heimathafen Neukölln

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