»Super flumina Babylonis« (Psalm 137)
für achtstimmigen Chor a cappella
Alle Menschen brauchen Wasser; der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist ein Menschenrecht, der aber mehr als 800 Millionen Menschen weltweit verwehrt bleibt. Da das Wasser ein lebensnotwendiger Rohstoff ist, lassen sich hiermit eben ausgesprochen gute Geschäfte machen. Und diese sind dann nicht selten besonders schmutzig. Die erste RundfunkchorLounge der Spielzeit 26/27 macht es sich also zur Aufgabe, die Rolle der Ressource Wasser in Wirtschaft und Politik zu erörten.
Raus aus dem Konzertsaal und rein in die Gesellschaft – das ist das Motto, wenn der Rundfunkchor Berlin Sie im Heimathafen Neukölln begrüßt, denn Musik und Politik hängen untrennbar zusammen. Das musikalische Programm, zusammengestellt von Chefdirigent Gijs Leenaars, dreht sich dann ebenso wie die begleitenden Expert:innengespräche um das Thema Wasser, mit Stücken wie Brahmsʼ Vertonung des Textes »Es rinnen die Wasser Tag und Nacht«. Zu den Gesprächsgästen zählt auch Dr. Laura von Vittorelli. Sie ist Senior Researcher für Umweltrecht und Governance am Öko-Institut und verfügt über Expertise im nationalen und europäischen Wasserrecht sowie in der Wasserpolitik. Zweiter Gesprächsgast ist Mika Schachenmayr, Pressesprecher bei Fridays for Future und als Klimaaktivist*in engagiert für den Ausstieg aus fossilen Energien und globale Gerechtigkeit. Im Anschluss an das musikalische und thematische Hauptprogramm laden wir Sie noch herzlich dazu ein, den Abend an der Bar des Heimathafens Neukölln bei gemütlicher Lounge-Musik ausklingen zu lassen.
Super flumina Babylonis
illic sedimus et flevimus,
dum recordaremur tui Sion.
Illic interrogaverunt nos,
qui captivos abduxerunt nos,
verba cantionum.
Quomodo cantabimus canticum Domini
in terra aliena?
In salicibus in medio eius suspendimus
organa nostra.
Text aus: Psalm 137 (Psalm 136 nach der lateinischen Vulgata)
An den Wassern zu Babel
saßen wir und weinten,
wenn wir an Zion gedachten.
Denn dort befragten uns die,
die uns gefangen hielten,
und hießen uns singen unsere Lieder.
Doch wie könnten wir des Herrn Lieder
singen in einem fremden Land?
Unsere Harfen hängten wir an die
Weiden im Lande.
Text aus: Psalm 137 (Psalm 136 nach der lateinischen Vulgata)
La mer est plus belle
Que les cathédrales,
Nourrice fidèle,
Berceuse de râles,
La mer sur qui prie
La Vierge Marie!
Elle a tous les dons
Terribles et doux.
J’entends ses pardons
Gronder ses courroux.
Cette immensité
N’a rien d’entêté.
Oh! si patiente,
Même quand méchante!
Un souffle ami hante
La vague, et nous chante:
«Vous, sans espérance,
Mourez sans souffrance!»
Et puis, sous les cieux
Qui s’y rient plus clairs,
Elle a des airs bleus,
Roses, gris et verts …
Plus belle que tous,
Meilleure que nous!
Text: Paul Verlaine (1833–1896)
Nicht können die Dome
Dem Meer sich vergleichen,
In wiegendem Strome
Hegt sanft es die Leichen.
Es geben die Meere
Der Jungfrau die Ehre.
Alle Gaben sind sein,
Ob schrecklich, ob hold,
Mild rauscht sein Verzeihn,
Sein Zornbrausen grollt.
Wie atmet es sacht
In endloser Pracht.
Wie ist es geduldig,
Ob schlimm auch und schuldig,
Vom Wind überflogen
Hört singen die Wogen:
»Ihr trostlosen Herzen
Sterbt hin ohne Schmerzen.«
Im lächelnden Schein
Des Äthers erblühn
Die Farben so rein,
Blau, rosig und grün.
In herrlichster Zier
Und besser als wir!
Text: Paul Verlaine (1833–1896)
Übersetzung: Wolf Graf von Kalckreuth (1887–1906)
I had a bad dream
I stood by the sea
Suddenly the sky went black
and the sun burned up
Birds screeching in the sky
The beating of their wings warning us of
evil times to come.
[Wortlos gesungen]
Text: Rosa Taikon (1926–2017), aus dem Schwedischen übersetzt von Linda Schenck
Ich hatte einen bösen Traum
Ich stand am Meer
Plötzlich verdunkelte sich der Himmel,
und die Sonne verglühte
Vögel kreischten am Himmel
Ihr Flügelschlag warnte uns vor
bösen Zeiten, die da kommen werden.
[Wortlos gesungen]
Text: Rosa Taikon (1926–2017)
La noche de ojos de caballo que tiemblan en la noche,
la noche de ojos de agua en el campo dormido,
está en tus ojos de caballo que tiembla,
está en tus ojos de agua secreta.
Ojos de agua de sombra,
ojos de agua de pozo,
ojos de agua de sueño.
El silencio y la soledad,
como dos pequeños animales a quienes guía la luna,
beben en esos ojos,
beben en esas agua.
Si abres los ojos,
se abre la noche de puertas de musgo,
se abre el reino secreto del agua
que mana del centro de la noche.
Y si los cierras,
el río,
te inunda por dentro, avanza, te hace oscura:
la noche moja riberas en tu alma.
Text: Octavio Paz (1914–1998)
Die Nacht der Pferdeaugen, zitternd in der Nacht,
die Nacht der Wasseraugen auf schlafendem Feld,
ist in deinen Augen eines Pferdes, das zittert,
ist in deinen Augen des geheimen Wassers.
Augen von Schattenwasser,
Augen von Brunnenwasser,
Augen von Traumwasser.
Das Schweigen und die Einsamkeit,
wie zwei kleine Tiere, die vom Mond geleitet werden,
trinken aus diesen Augen,
trinken aus diesem Wasser.
Öffnest Du die Augen,
öffnet sich die Nacht mit Türen von Moos,
öffnet sich das geheime Reich des Wassers,
das aus dem Herzen der Nacht sprudelt.
Und wenn du sie schließt,
flutet dich von innen der Fluss,
dringt vor, macht dich dunkel:
Die Nacht benetzt die Ufer deiner Seele.
Text: Octavio Paz (1914–1998)
[Es beginnt zu regnen]
P
mh
Plö – Plötzlicher
Ha
[Starker Regen fällt]
(Z)a
Schauer
Abendschauer
Schauer am Sommerabend
[Die großen Regentropfen, die auf dem Boden abprallen, scheinen zu tanzen]
Schauer, oh Sommerabend
Plötzlich Schauer
(Z)a
[Plötzlicher Schauer löst langsam sich auf ein Nieselregen.]
Za – Shito
[Ripples von Regentropfen auf dem Boden.]
Löst langsam sich auf
Nieselregen
[Der Regen hört auf und die Nacht bricht herein.]
Oh strahlender Herbstmond oh
[Der Mond schwebt am Himmel]
Oh strahlender Herbstmond oh
[Ein Kind greift nach dem Mond]
Hol ihn mir herunter
Mond – oh
[Das Kind will den Mond, aber seine Hände können ihn nicht erreichen.]
Mond – Schau
Hol ihn mir herunter
[Die Hände des Kindes scheinen den Mond zu erreichen.]
Hol ihn mir herunter
[Der Mond steht sehr hoch oben.]
Schau
[Das Kind weint.]
Hol ihn mir, strahlender Herbstmond
weint das Kind.
shi.
Für dieses Stück wurden zwei japanische Haiku von Kobayashi Issa als Texte verwendet. Ein Haiku ist ein traditionelles japanisches Kurzgedicht, und enthält fast alle jahreszeitlichen Elemente. Aoi Hasegawa wählte das Haiku über den Sommerregen und den Herbstmond und versuchte, die beiden Szenen miteinander zu verbinden. Der starke Regen von Sommerabenden wird zum Nieselregen. Im Herbst erscheint ein großer Vollmond am klaren Nachthimmel. Ein Kind bittet seinen Vater darum, ihm den Mond herunter zu holen. »Petrichor« ist der Geruch der Luft nach dem Regen, der die beiden Szenen miteinander verbindet: den abendlichen Regenschauer und den Nachthimmel.
In der japanischen Sprache gibt es eine Vielzahl von Lautmalereien zur Beschreibung von Regen. Zum Beispiel wird starker Regen manchmal als »sah-sah« und schwacher Regen als »shito-shito« beschrieben. Hier hat Aoi Hasegawa versucht, den Klang des Regens direkt zu beschreiben, indem sowohl japanische Lautmalereien als auch verschiedene Konsonanten im deutschen Text verwendet wurden.
Kinder wollen den Herbstmond und greifen nach ihm. Auch wir haben das Gefühl, dass wir den Mond wirklich erreichen können, wenn wir in den Himmel schauen und nach ihm greifen. In Wirklichkeit sind der Mond und wir jedoch sehr weit voneinander entfernt. Aoi Hasegawa hat versucht, den physischen Abstand zwischen dem Mond und dem Kind zu beschreiben, der fast, aber nicht ganz erreichbar ist, und die ruhige Atmosphäre, als ob die Luft still wäre.
Ice!
So, you dislike ice!!!
But glaciers, dear friend – ice is only another form of terrestrial love. I am astonished to hear you speak so unbelievingly of God’s glorious crystal glaciers. »They are only pests,« you say, and you think them »wrong in temperature,« and they lived in »horrible times,« and you don’t care to hear about them.
You confuse me. You have taught me here and encouraged me to read the mountains. Now you will not listen. Next summer you will be converted – you will be iced then.
I have been up Nevada to the top of Lyell and found a living glacier; (but you don’t want that) and I have been in the canyon above, and I was going to tell you the beauty there; (but it is all ice-born beauty, and too cold for you) and I was going to tell about the making of the South Dome; (but ice did that too) and about the hundred lakes that I found; (but the ice made them, every one) and I had some groves to speak about – groves of surpassing loveliness in new pathless Yosemite; (but they all grew upon glacial drift – and I have nothing to send but what is frozen or freezable).
Glaciers came down from heaven, they were angels with folded wings, white wings of snowy bloom. Locked hand in hand, the little spirits did nobly; they were willing messengers to whom God spoke »well done« from heaven, calling them back to their homes in the sky.
Next summer you will be converted – you will be iced then!
Text: Brief des Naturphilosophen John Muir (1838–1914) an seine Mentorin Jeanne C. Smith Carr (1825–1903) vom 11. Dezember 1871 (aus Yosemite)
Eis!
Sie mögen also kein Eis!!!
Aber Gletscher, liebe Freundin – Eis ist doch nur eine andere Form irdischer Liebe. Ich bin erstaunt, dass Sie so ungläubig über Gottes herrliche Kristallgletscher sprechen. »Sie sind nur eine Plage« sagen Sie, und Sie halten sie für »temperaturmäßig falsch«, und sie lebten in »schrecklichen Zeiten«, und Sie wollen nichts von ihnen hören.
Sie verwirren mich. Sie haben mir hier viel beigebracht und mich darin bestärkt, die Berge zu deuten. Jetzt wollen Sie mir aber nicht mehr zuhören. Nächsten Sommer werden Sie Ihre Meinung ändern – dann werden Sie geeist.
Ich war oben in Nevada auf dem Gipfel des Lyell und habe einen aktiven Gletscher entdeckt (aber das interessiert Sie ja nicht); und ich war oberhalb in der Schlucht, und ich wollte Ihnen eigentlich von ihrer Schönheit berichten (aber diese Schönheit entstand aus Eis und ist zu kalt für Sie); und ich wollte Ihnen erzählen, wie der South Dome entstanden ist (aber auch den hat das Eis geschaffen); und von den hundert Seen, die ich entdeckt habe (aber das Eis hat auch sie alle geschaffen); und ich wollte von einigen Hainen berichten – Haine von unvergleichlicher Schönheit im neuen, unerschlossenen Yosemite (aber sie wuchsen alle auf Gletschermoränen – und ich habe nichts zu bieten außer dem, was gefroren ist oder gefroren werden kann).
Gletscher kamen vom Himmel herab, es waren Engel mit gefalteten Flügeln, weißen Flügeln von schneeweißer Blüte. Hand in Hand verschränkt, taten die kleinen Geister Edles; sie waren willige Boten, denen Gott vom Himmel her „gut gemacht“ zusprach und sie zurück in ihre himmlisch Heimat rief.
Nächsten Sommer werden Sie bekehrt – dann werden Sie geeist!
Text: Brief des Naturphilosophen John Muir (1838–1914) an seine Mentorin Jeanne C. Smith Carr (1825–1903) vom 11. Dezember 1871 (aus Yosemite)
What power art thou, who from below
Hast made me rise unwillingly and slow
From beds of everlasting snow?
See’st thou not how stiff and wond’rous old
Far unfit to bear the bitter cold.
I can scarcely move or draw my breath.
Let me, let me freeze again to death.
Text: John Dryden (1631–1700)
Welch’ Macht bist du, die mich von unten
ließ aufsteh’n, willenlos und zäh,
aus Betten immerwährendes Schnees?
Siehst du nicht, wie steif und wundersam alt
ich bin, zu schwach, die bitt’re Kälte zu ertragen?
Ich kann mich kaum bewegen noch Atem holen.
Lass mich, lass mich wieder zu Tode erstarren.
Text: John Dryden (1631–1700)
[Sopran]
»O, ihr Wolken, gebet Wasser
Dass ich weinen, weinen kann!
Meine Äuglein, die sind nasser
Nasser als der Donaufluss!
Ach, in Trauern muss ich leben,
Ach, wie hab’ ich’s denn verschuldet?
Weil mir’s hat mein Schatz aufgeben,
Muss ich’s leiden mit Geduld.
Wenn ich zwei Taubenflügel hätt’,
Wollt’ fliegen über die ganze Welt,
Wollt’ fliegen über Berg und Tal,
Hin, wo mein Herzallerliebster wär’!«
[Chor]
Ach, Scheiden, ach, Scheiden!
Wer hat doch das Scheiden erdacht?
Der hat ihr jung frisch Herze
So frühzeitig traurig gemacht!
Text: Volkslied
Es rinnen die Wasser Tag und Nacht,
Deine Sehnsucht wacht, deine Sehnsucht wacht.
Du gedenkest der vergangenen Zeit,
Die liegt so weit, die liegt so weit,
Du siehst hinaus in den Morgenschein
Und bist allein, und bist allein.
Es rinnen die Wasser Tag und Nacht,
Deine Sehnsucht wacht, deine Sehnsucht wacht.
Text: Franz Kugler (1808–1858)
I’ll be your bridge over troubled water,
When you’re down,
I will carry you.
Like a bridge over troubled water,
I will lay me down.
When you’re weary, feeling small,
When tears are in your eyes
I will dry them all;
I’m on your side.
When times get rough
And friends just can’t be found,
Like a bridge over troubled water
I will lay me down.
When you’re down and out
When you’re on the street, my Lord,
When evening falls so hard
I will comfort you.
I’ll take your part
When darkness comes
And pain is all around,
Like a bridge over troubled water
I will lay me down.
I’ll be your bridge over troubled water,
When you’re down,
I will carry you
like a bridge over troubled water,
I will lay me down.
Sail on, silvergirl,
Sail on by.
Your time has come to shine.
All your dreams are on their way.
See how they shine.
If you need a friend,
Look around, I’m sailing right behind.
Like a bridge over troubled water
I will ease your mind.
I’ll be your bridge over troubled water,
When you’re down,
I will carry you
Like a bridge over troubled water,
I will lay me down.
Text: Paul Simon (*1941)
Ich bin deine Brücke über unruhigem Wasser,
wenn du niedergeschlagen bist,
werde ich dich tragen.
Wie eine Brücke über unruhigem Wasser,
werde ich mich hinlegen.
Bist du müde bist, fühlst dich klein,
hast du Tränen in deinen Augen,
werd’ ich sie dir trocknen;
ich bin an deiner Seite.
Wenn die Zeiten härter werden
und Du keine Freunde findest,
werde ich mich hinlegen,
wie eine Brücke über unruhigem Wasser.
Wenn du ganz am Boden bist,
wenn du auf der Straße bist, mein Herr,
wenn der Abend schwer herniederbricht,
werde ich dich trösten.
Ich werd’ an deiner Seite stehn,
wenn die Dunkelheit hereinbricht
und überall nur Schmerz herrscht,
werde ich mich hinlegen,
wie eine Brücke über unruhigem Wasser.
Ich bin deine Brücke über unruhigem Wasser,
wenn du niedergeschlagen bist,
werde ich dich tragen,
wie eine Brücke über unruhigem Wasser,
werde ich mich hinlegen.
Segle weiter, Silvergirl,
segle einfach weiter.
Deine große Stunde ist gekommen.
All deine Träume werden wahr.
Sieh nur, wie sie leuchten.
Wenn du einen Freund brauchst,
schau dich um, ich segle genau hinter dir her.
Wie eine Brücke über unruhigem Wasser
werde ich deine Sorgen lindern.
Ich bin deine Brücke über unruhigem Wasser,
wenn du niedergeschlagen bist,
werde ich dich tragen,
wie eine Brücke über unruhigem Wasser,
werde ich mich hinlegen.
Text: Paul Simon (*1941)
Alone in the night
On a dark hill
With pines around me
Spicy and still,
And a heaven full of stars
Over my head,
White and topaz
And misty red;
Myriads with beating
Hearts of fire
The aeons
Cannot vex or tire;
The dome of heaven
Like a great hill …
I know I
Am honored to be
Witness
Of so much majesty.
Text: Sara Teasdale (1884–1933)
Allein in der Nacht,
ganz dunkel am Gipfel,
von Kiefern umstanden,
mit duftendem Wipfel,
die Sterne ganz oben,
am Firmament,
weiß und topas
und rot – transparent;
Unzähl’ge schlagende
Herzen aus Flammen,
die auch die Ewigkeit
nicht kann verbannen.
Die Himmelskuppel
wie ein’ Bergeshöh’ …
Ich weiß, es ist
eine große Ehre,
Zeuge zu sein
von derlei Erhabenheit.
Text: Sara Teasdale (1884–1933)
Vivian Perkovic ist Journalistin und beschäftigt sich mit einem breiten Spektrum kultureller, gesellschaftlicher und geopolitischer Themen. Dazu zählen Musik, Literatur, Theater, Tanz und Popkultur ebenso wie Fragen rund um Migration sowie technologische Entwicklungen im Kontext von Digitalität und Popkultur – in den vergangenen Jahren auch Künstliche Intelligenz.
Sie arbeitet als Redakteurin und Moderatorin beim Deutschlandradio für die Sendungen »Tonart am Nachmittag« und »Fazit«. Seit 2017 moderiert Vivian Perkovic das tägliche 3sat-Magazin »Kulturzeit«. Dafür wurde sie gemeinsam mit dem Redaktionsteam 2022 mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie »Beste Information« ausgezeichnet.
Dr. Laura von Vittorelli ist Senior Researcher im Bereich Umweltrecht am Öko-Institut in Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen im Wasser-, NaturschRaus aus dem Konzertsaal und rein in die Gesellschaft – das ist das Motto, wenn der Rundfunkchor Berlin Sie im Heimathafen Neukölln begrüßt, denn Musik und Politik hängen untrennbar zusammen. Das musikalische Programm, zusammengestellt von Chefdirigent Gijs Leenaars, dreht sich dann ebenso wie die begleitenden Expert:innengespräche um das Thema Wasser, mit Stücken wie Brahmsʼ Vertonung des Textes »Es rinnen die Wasser Tag und Nacht«. Zu den Gesprächsgästen zählt auch Dr. Laura von Vittorelli. Sie ist Senior Researcher für Umweltrecht und Governance am Öko-Institut und verfügt über Expertise im nationalen und europäischen Wasserrecht sowie in der Wasserpolitik. Zweiter Gesprächsgast ist Mika Schachenmayr, Pressesprecher bei Fridays for Future und als Klimaaktivist*in engagiert für den Ausstieg aus fossilen Energien und globale Gerechtigkeit. Im Anschluss an das musikalische und thematische Hauptprogramm laden wir Sie noch herzlich dazu ein, den Abend an der Bar des Heimathafens Neukölln bei gemütlicher Lounge-Musik ausklingen zu lassen.utz- und Umweltrecht sowie in der Frage, wie rechtliche Rahmenbedingungen die Transformation zu einer klima- und naturverträglichen Gesellschaft unterstützen können. Ihr Arbeitsspektrum verbindet wissenschaftliche Grundlagenforschung mit praxisnaher Politik- und Rechtsberatung. Dazu gehören unter anderem das Projekt »Zukunft Umweltrecht 2.0«, das neue Ansätze für ein krisenfestes Umweltrecht entwickelt, Projekte zur Wasserkreislaufführung in der Industrie zur nachhaltigen Sicherung von Wasserressourcen, die Evaluation der Beschleunigungsgesetzgebung im Bereich der erneuerbaren Energien sowie Arbeiten zur Weiterentwicklung des Bodenschutzrechts. Vor ihrer Tätigkeit am Öko-Institut war Dr. von Vittorelli Umweltjuristin bei ClientEarth Deutschland und Leiterin der Gewässerpolitik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Sie promovierte am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) zum europäischen Wasserrecht.
Mika Schachenmayr ist 26 Jahre alt und setzt sich als Klimaaktivist*in bei Fridays for Future für einen fossilen Ausstieg und globale Gerechtigkeit ein.
Mika hat Umweltwissenschaften und Architektur studiert und lebt und arbeitet in Berlin.
Das Konzert wird von Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet und am 03. Dezember um 20 Uhr gesendet.
Der Heimathafen Neukölln ist seit 2009 ein etablierter Ort für kulturelle Veranstaltungen in Berlin. Von Theateraufführungen über Konzerte bis hin zu politischen Debatten bietet das Haus im Herzen von Neukölln dem Publikum ein vielseitiges Programm. Der einst von einem Kollektiv aus zehn Frauen gegründete Heimathafen begreift sich selbst als "Untersuchungsraum" für die unterschiedlichsten Formate. Damit ist er der ideale Ort für unsere RundfunkchorLounges, die nicht nur mit überraschenden musikalische Elementen begeistern, sondern darüber hinaus auch Raum für anregende Gespräche bieten.
Heimathafen Neukölln
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Vokalmusik und anregende Diskussionen in entspannter Atmosphäre: Die RundfunkchorLounge geht in die nächste Saison.
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