Kirill Petrenko dirigiert die Berliner Philharmoniker
    • Pjotr Tschaikowsky
      »Romeo und Julia« – Fantasie-Ouvertüre nach William Shakespeare
    • Sergei Rachmaninow
      Francesca da Rimiini
      Oper in zwei Szenen mit Prolog und Epilog op. 25
      (konzertante Aufführung)
    • Dmytro Popov Tenor
    • Vladislav Sulimsky Tenor
    • Kristina Mkhitaryan Sopran
    • Dmitry Golovnin Tenor
    • Berliner Philharmoniker
    • Kirill Petrenko
    • Rundfunkchor Berlin Chor
    • Gijs Leenaars Choreinstudierung

Rachmaninow »Francesca da Rimini«

Nur drei Wochen nach der »Ganznächtlichen Vigil« im Berliner Dom steht erneut ein Werk von Sergej Rachmaninow auf dem Programm. Ein Werk, das sehr selten gespielt wird und kaum je auf dem Programm eines Rundfunkchores auftaucht: »Francesca da Rimini«, seiner dritte und letzte Oper. Rachmaninow kennt man vor allem von seinen Klavierwerken – inklusive dem legendären, mörderisch schweren »Rach 3« – und Orchesterwerken, allen voran der »Toteninsel« nach Böcklin. Dass er auch Opern geschrieben hat, weiß kaum jemand – leider. Sehr selten werden sie aufgeführt. Seine erste Oper, »Aleko«, schrieb Rachmaninow als Examensarbeit mit 19 Jahren – sie war ein großer Erfolg. Drei Jahre lang arbeitete er als Dirigent an der Oper, ab 1904 zwei Jahre am Moskauer Bolschoi-Theater, und in dieser Zeit komponierte er seine beiden anderen Opern, „Der geizige Ritter« und »Francesca da Rimini«. Dieses kurze, nur einstündige Werk basiert auf dem fünften Gesang des »Infernos“ in der »Göttlichen Komödie«, in dem Dante die unglückliche Liebesgeschichte einer italienischen Adligen im 13. Jahrhundert erzählt. Das Libretto stammt von Peter Tschaikowskys Bruder Modest. In Prolog und Epilog fand Rachmaninow für die Qualen, die die Ehebrecher in der Hölle erleiden müssen, enorm eindrucksvolle Klänge, an denen der Chor einen großen Anteil hat. Aber auch in den beiden mittleren »Bildern« liegt der Fokus des Komponisten auf der Vertonung emotionaler Bilder und Zustände, sodass »Francesca da Rimini« geradezu prädestiniert ist für eine konzertante Aufführung. Geleitet vom neuen Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker, Kirill Petrenko, würdigt die Vorstellung mit ihrem durchweg erstklassigen Ensemble aus russischen Solisten, dieses zu Unrecht vergessene Werk Rachmaninows in besonderer Weise.

Personen

Dmytro Popov Paolo Tenor
Vladislav Sulimsky Lanceotto Tenor
Kristina Mkhitaryan Francesca Sopran
Dmitry Golovnin Dante Tenor
Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko
Rundfunkchor Berlin Chor
Gijs Leenaars Choreinstudierung

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Philharmonie Berlin

Die 1963 eröffnete Berliner Philharmonie ist eine der Ikonen der modernen Architektur. Mit dem Konzertsaal schuf der Architekt Hans Scharoun eine völlig neue Form: Die 2250 Sitzplätze sind in verschiedenen Blöcken, terrassiert wie ein Weinberg, rings um ein fünfseitiges Orchesterpodium angelegt. Unter dem Saal befindet sich das Foyer, in dessen Treppenlabyrinthen sich selbst Stammgäste immer wieder verirren. Aus der inneren Anlage erklärt sich auch die ungewöhnliche Silhouette des Gebäudes, dessen Außenhaut mit goldenen Aluplatten verkleidet ist. Auch akustisch gilt der Saal als einer der besten der Welt. Er ist Heimat der Berliner Philharmoniker, wird aber auch von den anderen Berliner Orchestern und Veranstaltern bespielt.

Philharmonie Berlin
Herbert-von-Karajan-Str. 1
10785 Berlin
Deutschland

Projekt

Chor & Orchester: was ist das eigentlich?

Seine Chor- und Orchesterkonzerte gestaltet der Rundfunkchor Berlin so unterschiedlich wie facettenreich. Regelmäßig ist er an der Seite internationaler Spitzenensembles zu erleben. Es besteht eine intensive Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Seine enorme Wandlungsfähigkeit stellt der Rundfunkchor Berlin mit den großen Klassikern der chorsinfonischen Literatur wie auch mit Uraufführungen zeitgenössischer Werke unter Beweis.

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