»Der versiegelte Engel«

Die Magie des bewegten Klangs: In Lars Scheibners Choreografie von Shchedrins »Der versiegelte Engel« tritt Chormusik in den Dialog mit Tanz
Der Rundfunkchor Berlin bewegt sich im Raum. Er ballt sich zur Masse zusammen, driftet in alle Richtungen auseinander, versickert zwischen den Zuschauern, bildet neue Strukturen. Die Bewegung der Körper übersetzt die Bewegung der Musik. Hinter Scheibners Choreografie steht eine starke Idee: Der Lebensweg des Menschen ist inneren und äußeren Kräften unterworfen. Er ist ein Zyklus der Gewalt, durchbrochen von Momenten der Reue, Sühne, Hoffnung.

Aus der Masse des Chores treten Gesangssolisten und Tänzer hervor, sie sind Begleiter und Gestalter des Lebenswegs. Als Höhepunkt treten zwei Knaben-Solisten auf: Sie sind der Einbruch des Anderen in diese Welt. Der Eindruck des Überirdischen wird unterstützt durch die magische Lichtregie des Licht-Künstlers Rico Heidler. Wie Shchedrins Musik kehrt die Choreografie am Ende zum Anfang zurück: ewiger Kreislauf des Lebens.
Seit der Premiere im Jahr 2005 erfuhr die Produktion international große Beachtung und brachte dem Rundfunkchor Berlin Gastspieleinladungen in viele europäische Länder ein.

 

Rodion Shchedrin

»Der versiegelte Engel«

Russische Lithurgie

 

Dirigent

Stefan Parkmann

 

Choreografie

Lars Scheibner

 

Licht

Rico Heidler

 

Chor

Rundfunkchor Berlin

 

Premiere: 2005 in der Parochialkirche Berlin

Wiederaufnahme

  • 2012 Philharmonie Berlin
  • 2012 Liechtenstein, Vaduzer Saal
  • 2010 Dortmund, St. Reinoldi
  • 2010 Nürnberg, St. Lorenz
  • 2008 San Sebastián, Teatro Victoria Engenie
  • 2008 Hamburg, Kampnagel
  • 2008 Kopenhagen, Glyptothek
  • 2007 Baden-Baden, Festspielhaus
  • 2007 Radialsystem V, Berlin