Foto Neues Museum Berlin, Strauss und die Antike

Strauss und die Antike

A-cappella-Musik im Neuen Museum Berlin: Mit einem Wandelkonzert im Neuen Museum Berlin lud der Rundfunkchor Berlin sein Publikum ein, Richard Strauss als Chorkomponisten zu entdecken.
Die Architektur des Museumsgebäudes und die Ausstellung erinnerten an die Bedeutung, die die Begegnung mit der Bildenden Kunst, insbesondere jener der Antike, für das Schaffen des Komponisten spielte. Zwei ausgedehnte Italien-Aufenthalte und eine neunmonatige Reise durch Griechenland und Ägypten veranlassten ihn zu dem Resümee: »Von dem Augenblick an bin ich griechischer Germane geblieben.«
Strauss’ Chorwerke werden selten aufgeführt, nicht zuletzt, weil sie enorm hohe Ansprüche an die Sänger stellen. »Was er bei seiner Deutschen Motette in Hinsicht auf Tonumfang und Atemtechnik verlangte, dürfte weit über das stimmtechnisch Mögliche hinausgehen«, stellt Richard Strauss’ Biograf Ernst Krause fest. Dabei sind sie berückend schön – Grund genug, dem Komponisten einen ganzen Abend zu widmen und das Programm einzuspielen.