Kampagnenmotiv LUTHER dancing with the gods

LUTHER dancing with the gods

Robert Wilson kreiert zum Reformationsjubiläum eine genresprengende Konzertperformance mit dem Rundfunkchor Berlin

Für sein jüngstes interdisziplinäres Projekt arbeitet der Rundfunkchor Berlin erstmals  mit Robert Wilson zusammen. Wenige Wochen vor dem 500. Jahrestag des Thesenanschlags wirft der gefeierte amerikanische Regisseur mit dem dreifachen Grammy-Gewinner in einem genreübergreifenden Projekt einen ganz speziellen Blick auf den Reformator wider Willen: Im neuen Pierre Boulez Saal in der Barenboim-Said Akademie reflektiert »LUTHER dancing with the gods« Luthers Leben und sein Wirken auf die Künste und in den Künsten.

Pierre Boulez Saal (Foto: Volker Kreidler)

Das musikalische Zentrum bilden vier Motetten, die Johann Sebastian Bach basierend auf Luthers Bibel-Übersetzung und protestantischen Chorälen schrieb; Robert Wilsons Bewegungstheater schafft Raum für ihre Ausstrahlung. Sie werden in moderner Musiksprache gespiegelt durch Knut Nystedts »Immortal Bach« und Steve Reichs »Clapping Music«. Zwischen die Motetten stellt Wilson theatrale Situationen, die aus Luthers Tischreden, Ansprachen und anderen Texten entwickelt sind, und sich auf sein Leben beziehen: auf seine Streitgespräche, auf Tod, Kind, Ehe, Liebe. Im 360-Grad-Rund des Pierre Boulez Saals geht Wilsons assoziatives, hoch stilisiertes und stark von Maske, Kostüm und Lichtregie geprägtes Theater eine faszinierende Synthese mit Bachs erhabener Chormusik ein, die neue Gedanken- und Wahrnehmungsräume eröffnet.

Seit Jahren stößt die interdisziplinäre Reihe des Rundfunkchores Berlin auf wachsende Resonanz. Die szenische Umsetzung des Brahms-Requiems als »human requiem« schaffte es auf die Jahresbestenliste 2016 der New York Times.

Foto von Robert Wilson – Regisseur LUTHER dancing with the gods
Robert Wilson (Foto: Lucie Jansch)
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