Karen Rettinghaus
Die in Cuxhaven geborene Sopranistin Karen Rettinghaus studierte – nach einem Diplom-Abschluss in Querflöte an der Musikhochschule Lübeck – Bühnen- und Konzertgesang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Ihre Ausbildung im Lied-, Konzert-, und Opernfach erweiterte sie u. a. durch Meisterkurse bei Julia Varady, Wolfram Rieger, Thomas Quasthoff, Norma Fantini und Jonathan Morris.
Noch während ihres Gesangsstudiums wurde die Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes an die Berliner Staatsoper engagiert, wo sie über drei Jahre regelmäßig solistisch eingesetzt wurde, darunter in Verdis »Don Carlos«, Puccinis »Tosca«, Bergs »Lulu« und Schrekers »Der ferne Klang«. Solo-Gastengagements führten sie darüber hinaus an die Deutsche Oper, Komische Oper sowie das Konzerthaus Berlin, Theater Basel, Staatstheater Cottbus und Schlosstheater Rheinsberg.
Von 2006 bis 2012 war sie festes Ensemblemitglied an der Komischen Oper Berlin, wo sie viele zentrale Partien ihres Fachs interpretierte, u. a. Susanna in Mozarts »Le nozze di Figaro«, Ännchen in Webers »Der Freischütz«, Mi in Lehárs »Das Land des Lächelns«, Antonia in Offenbachs »Les Contes d’Hoffmann« und Marzelline in Beethovens »Fidelio«. Im Solofach stand sie in 36 verschiedenen Rollen auf der Bühne und erhielt dabei wichtige Impulse von Regisseuren wie Peter Konwitschny, Andreas Homoki, Barrie Kosky, Philipp Himmelmann und Jetske Mijnssen. Die Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Kent Nagano, Mikhail Jurowski, Kirill Petrenko, Michael Gielen und Fabio Luisi führte sie auf internationale Bühnen, u. a. nach Valencia, Zürich, Paris und Tokio.
Seit 2018 ist Karen Rettinghaus festes Mitglied im Rundfunkchor Berlin. Daneben ist sie mit einem vielseitigen Repertoire auch als Lied-und Konzertsängerin zu erleben.