Der Dirigent Sir Simon Rattle

Ligeti Requiem

20 Uhr Philharmonie Berlin noch nicht verfügbar
20 Uhr Ligeti Requiem noch nicht verfügbar
19 Uhr Ligeti Requiem noch nicht verfügbar
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Mit »Musique pour les soupers du Roi Ubu« von Bernd Alois Zimmermann beginnt dieser Abend in der Philharmonie Berlin unter Leitung von Sir Simon Rattle mit einem besonderen Augenzwinkern. Zimmermanns 1966 als »schwarzes Ballett« geschriebene und 1968 in Konzertform gebrachte Huldigung an Alfred Jarrys berühmtes protosurrealistisches Bühnenstück „König Ubu“ beginnt mit einer Reihe von aberwitzigen musikalischen und außermusikalischen Anspielungen – unter anderem auf Hans Scharoun, den Erbauer der Philharmonie.

 

Weiter geht es anschließend mit Bohuslav Martinůs  »Rhapsodie-Konzert« für Viola und Orchester, das 1952 während einer hochproduktiven Phase des tschechischen Komponisten entstanden ist – ein insbesondere im Verhältnis zu den anderen Stücken des Abends eher neoklassisches Zwischenspiel. Mit György Ligetis »Apparitions« von 1958/59 und seinem »Requiem« aus den 1960er-Jahren stehen anschließend zwei zentrale Stücke dieses Komponisten auf dem Plan. Gerade in den langgestreckten, auf- und abschwellenden polyphonen Passagen des »Requiems« kommt dem Chor eine tragende Rolle zu. Ein unglaublich dichtes und überlegt konzipiertes Programm, wie man es selten zu hören bekommt – und ein Zeitfenster hinein in den radikalen musikalischen Aufbruch der Mitte des letzten Jahrhunderts, der so eindeutig, wie er sich selbst immer wieder gerne präsentierte, dann eben doch nie war. Ein Pflichttermin für alle, die sich für die feinen Verästelungen der Moderne interessieren!

 

 

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Programmdetails

Programm

Bernd Alois Zimmermann

Musique pour le soupers du Roi Ubu

Bohuslav Martinů

Rhapsodie-Konzert für Viola und Orchester

György Ligeti

Apparitions

György Ligeti

Requiem
für Sopran- und Mezzosopran-Solo, zwei gemischte Chöre und Orchester

Location

Philharmonie Berlin

Die 1963 eröffnete Berliner Philharmonie ist eine der Ikonen der modernen Architektur. Mit dem Konzertsaal schuf der Architekt Hans Scharoun eine völlig neue Form: Die 2250 Sitzplätze sind in verschiedenen Blöcken, terrassiert wie ein Weinberg, rings um ein fünfseitiges Orchesterpodium angelegt. Unter dem Saal befindet sich das Foyer, in dessen Treppenlabyrinthen sich selbst Stammgäste immer wieder verirren. Aus der inneren Anlage erklärt sich auch die ungewöhnliche Silhouette des Gebäudes, dessen Außenhaut mit goldenen Aluplatten verkleidet ist. Auch akustisch gilt der Saal als einer der besten der Welt. Er ist Heimat der Berliner Philharmoniker, wird aber auch von den anderen Berliner Orchestern und Veranstaltern bespielt.

Philharmonie Berlin
Herbert-von-Karajan-Str. 1
10785 Berlin
Deutschland

Projekt

Chor & Orchester: was ist das eigentlich?

Seine Chor- und Orchesterkonzerte gestaltet der Rundfunkchor Berlin so unterschiedlich wie facettenreich. Regelmäßig ist er an der Seite internationaler Spitzenensembles zu erleben. Es besteht eine intensive Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Seine enorme Wandlungsfähigkeit stellt der Rundfunkchor Berlin mit den großen Klassikern der chorsinfonischen Literatur wie auch mit Uraufführungen zeitgenössischer Werke unter Beweis.

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