Kirill Petrenko beim Dirigieren.
    • Iannis Xenakis
      »Empreintes« für Orchester
    • Bernd Alois Zimmermann
      Sinfonie in einem Satz (2. Fassung)
    • Luigi Dallapiccola
      Il Prigioniero
      Oper in einem Prolog und einem Akt
    • Wolfgang Koch Bariton
    • Ekaterina Semenchuk Mezzosopran
    • Wolfgang Ablinger-Sperrhacke Tenor
    • Rundfunkchor Berlin Chor
    • Berliner Philharmoniker
    • Kirill Petrenko
    • Schola des Rundfunkchores Berlin Chor
    • Gijs Leenaars Choreinstudierung
    • Deutschlandfunk-Kultur
    • Deutschlandradio

Dallapiccola »Il prigioniero«

Iannis Xenakis, Bernd Alois Zimmermann, Luigi Dallapiccola – unser Saisonauftakt mit Kirill Petrenko und den Berliner Philharmonikern taucht mit Haut und Haar in die europäische Nachkriegsmoderne ein. Er ermöglicht einen schlaglichtartigen Blick auf das abwechslungsreiche musikalische Schaffen dieser Epoche – nicht zuletzt darauf, wie die Musik auf die existenzielle Erfahrung des Zweiten Weltkrieges reagiert hat. Den Anfang dieses präzise zusammengestellten Programms macht Xenakis’ »Empreintes«, eine beeindruckende Komposition aus dem Jahr 1975, die von einer seltsam flirrenden Ruhe geprägt ist. Das architektonisch-räumliche Denken des griechischen Komponisten kommt hier deutlich zum Tragen.

 

Anschließend folgt mit der Sinfonie in einem Satz (2. Fassung) ein frühes Werk Zimmermanns, das in dieser Fassung 1953 uraufgeführt wurde. Der Kölner Komponist, dessen Werk ähnlich wie das von Xenakis, wenngleich aus ganz anderer Richtung, immer etwas quer zu den Dogmen der Neuen Musik stand, verdichtete hierfür die Sinfonieform auf eine knappe Viertelstunde. Auf engstem Raum schwingt sich die Musik hier »in großen Bögen von apokalyptischer Bedrohung zu meditativer Versenkung«, wie Zimmermann es selbst ausdrückte.

 

Das Herzstück des Abends aber stellt zweifelsohne der Einakter »Il prigioniero« von Dallapiccola dar, dem ersten italienischen Komponisten, der sich der Zwölftontechnik bediente. Diese 1948 uraufgeführte Oper entwickelt sich thematisch entlang der Dialektik von Hoffnung und Verzweiflung. Es ist ein Werk, das unmittelbar unter dem Eindruck des Zweiten Weltkriegs entstand. Geprägt von tiefer Trauer und einer gewissen Ausweglosigkeit, ist es eines der zentralen politischen Stücke der europäischen Nachkriegsmusik. Auch beinahe 80 Jahre nach seinem Entstehen hat es nichts von seiner Aktualität eingebüßt.

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Program details

Program

Iannis Xenakis

»Empreintes« für Orchester

Bernd Alois Zimmermann

Sinfonie in einem Satz (2. Fassung)

Luigi Dallapiccola

Il Prigioniero
Oper in einem Prolog und einem Akt

Location

Philharmonie Berlin

Die 1963 eröffnete Berliner Philharmonie ist eine der Ikonen der modernen Architektur. Mit dem Konzertsaal schuf der Architekt Hans Scharoun eine völlig neue Form: Die 2250 Sitzplätze sind in verschiedenen Blöcken, terrassiert wie ein Weinberg, rings um ein fünfseitiges Orchesterpodium angelegt. Unter dem Saal befindet sich das Foyer, in dessen Treppenlabyrinthen sich selbst Stammgäste immer wieder verirren. Aus der inneren Anlage erklärt sich auch die ungewöhnliche Silhouette des Gebäudes, dessen Außenhaut mit goldenen Aluplatten verkleidet ist. Auch akustisch gilt der Saal als einer der besten der Welt. Er ist Heimat der Berliner Philharmoniker, wird aber auch von den anderen Berliner Orchestern und Veranstaltern bespielt.

Philharmonie Berlin
Herbert-von-Karajan-Str. 1
10785 Berlin
Deutschland

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Chorus & Orchestra: what's it all about?

Rundfunkchor Berlin’s concerts for chorus and orchestra are both varied and multi-faceted. The choir appears regularly with leading international orchestras. It maintains an intensive collaboration with the Berliner Philharmoniker as well as with Berlin’s Deutsches Symphonie-Orchester and Rundfunk-Sinfonieorchester. Rundfunkchor Berlin showcases its enormous versatility in the great classics of the symphonic choral literature as well as in world premieres of contemporary works.

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Der Komponist Gijs Leenaars