»Drop down Ye Heavens from Above«
für Chor a cappella
Unser Weihnachtskonzert kurz vor Heiligabend ist immer etwas ganz Besonderes: Zum einen bietet es in der riesigen Kuppelhalle des Berliner Doms ungewöhnliche Klangerlebnisse. Zum anderen bildet es für viele Berliner Klassikfreunde den emotionalen Übergang von der hektischen Advents- zur ruhigen Weihnachtszeit. Diesen Übergang zeichnet das diesjährige Programm nach, das der aus England stammende Dirigent Benjamin Goodson selbst zusammengestellt hat. Es ist ein rein britisches Programm mit A-cappella-Chören und mächtigen Orgelklängen im Wechsel. Außer der großen g-Moll-Messe von Vaughan Williams erklingt nur Musik lebender Komponisten – die aber ganz verschiedene Klangwelten erschaffen. »Neue Musik ist immer wichtig, aber zu Weihnachten besonders«, sagt Benjamin Goodson dazu. Auch eine Uraufführung wird dabei sein: »Ich habe das Gefühl, dass wir durch die Beauftragung eines neuen Werkes sowohl zurück als auch nach vorn blicken, um eine musikalische Tradition zu festigen, die jahrhundertelang gefeiert wurde. Owain Park ist für mich der talentierteste junge britische Chorkomponist. Seine Musik ist wunderschön, energisch und lyrisch.« Besonders freut sich Benjamin Goodson übrigens auf Herbert Howellsʼ »A Spotless Rose« aus den »Drei Carol Anthems«: »Es ist mein liebstes Weihnachtslied.«
Das traditionelle Weihnachtskonzert des Rundfunkchores Berlin findet alljährlich im Berliner Dom statt, der größten Kirche der Stadt. Ihre Geschichte reicht bis ins späte Mittelalter zurück, als an der Schlosskapelle ein Domstift gegründet wurde. Der heutige Bau, prominent zwischen dem Schloss und den Bauten der Museumsinsel gelegen, wurde erst 1905 eingeweiht. Er gilt als ein Hauptwerk des wilhelminischen Barock. 1944 schwer beschädigt, wurde die Kirche mit vereinfachter Kuppel wiederhergestellt und erst 1993 wieder in Benutzung genommen. Die gemeinsam mit dem Bau geplante und realisierte Sauer-Orgel gilt als die größte original erhaltene spätromantische Orgel der Welt. Eine besondere Attraktion ist die Hohenzollerngruft mit den Sarkophagen mehrerer brandenburgischer Kurfürsten und preußischer Könige.
The Berliner Dom is the largest church of the city of Berlin and the traditional location for the annual Christmas concert of the Rundfunkchor Berlin. Its history dates back to the late Middle Ages, when a cathedral chapter was founded at the palace chapel. The current building, prominently located between the palace and the buildings of Museum Island, was not inaugurated until 1905. It is considered a major work of Wilhelmine Baroque architecture. Severely damaged in 1944, the church was restored with a simplified dome and only returned to use in 1993. The Sauer organ, which was planned and built at the same time as the church, is considered the largest original late Romantic organ in the world. A special attraction is the Hohenzollern crypt with the sarcophagi of several Brandenburg electors and Prussian kings.
Berliner Dom
Am Lustgarten
10178 Berlin
Deutschland
©Lovis Dengler
The sound of choral music in its purest and most intimate form: in its superb a cappella concerts, Rundfunkchor Berlin displays an uncanny knack for adapting to the widest imaginable repertoire.
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