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Hans-Christian Braun

Hans-Christian Braun wurde 1963 in Wernigerode im Harz geboren. Zum Gesang kam er auf dem Umweg über die Trompete, die er seit seinem 10.Lebensjahr spielte. Er wirkte in verschiedenen Chören mit, ließ sich nach dem Abitur aber zum Landwirt ausbilden. Die Entscheidung für das professionelle Singen fiel später. 1985-90 studierte der Tenor an der Musikhochschule „Franz Liszt“ in Weimar. Das letzte Jahr absolvierte er im Fernstudium, da er bereits 1989 ein Engagement beim Rundfunkchor Berlin erhalten hatte. Hier wurde der gestrenge Chorleiter Dietrich Knothe zu einem seiner wichtigsten Lehrer. Für den Rundfunkchor Berlin hatte er sich entschieden, weil ihm dessen Profil am meisten zusagte: die Weite des Repertoires und der hohe Anteil an kirchenmusikalischen Werken.

Hans-Christian Brauns besondere Leidenschaft gilt der Barockmusik. Den Evangelisten in den Passionen und Oratorien Johann Sebastian Bachs hat er in zahllosen Aufführungen gesungen. Daneben entdeckte er im Rundfunkchor viele neue Komponisten und Werke für sich. In diesem Rahmen gestaltete er unter anderem das Tenorsolo in Arnold Schönbergs Glücklicher Hand, das er auch im Februar 2005 unter Michael Gielen wieder singen wird. Außerdem gehört Braun als 1.Tenor dem Herrenquartett Vokalzeit , an, einem „gesundgeschrumpften Männerchor“, der sich der Vokalquartett-Literatur des 19. und 20.Jahrhunderts widmet und mit gusto bedeutende Orchesterwerke der klassischen Musik in eigenen Bearbeitungen mit entsprechenden Texten aus der Feder von Joachim Vogt parodiert. Das Singphonische Quartett tritt regelmäßig bei Empfängen und Staatsbanketten des Bundespräsidenten im Schloß Bellevue auf.

Hans-Christian Braun ist auch Mitglied im Kammerensemble 6cant und engagiert sich zudem im Chorvorstand des Rundfunkchores Berlin.