

Kristiina Mäkimattila wurde im südwestfinnischen Alastaro geboren. Sie studierte am renommierten Konservatorium im nahegelegenen Tampere bei Raija Roivanen, der sie bis heute menschlich und künstlerisch eng verbunden ist, und bei Rudolf Bautz an der Hochschule für Musik in Köln. Außerdem arbeitete sie intensiv mit Anna Reynolds und besuchte Meisterkurse bei Herbert Brauer, Hans Hilsdorf, Birgit Nilsson und Kim Borg.
Ihr erstes Engagement führte sie 1990 als lyrische Mezzosopranistin unter dem Künstlernamen Kristiina Matti zu Donald Runnicles nach Freiburg im Breisgau. Weitere Verpflichtungen am Vogtland-Theater Plauen und am Landestheater Magdeburg schlossen sich an.
Ihr Opernrepertoire reicht vom Prinzen Heswin in Telemanns Emma und Eginhard über den Smeton in Donizettis Anna Bolena, Nicklausse in Offenbachs Hoffmanns Erzählungen und Hänsel bis hin zu Wagners Fricka (Rheingold, Walküre) und der Dryade in Richard Strauss’ Ariadne auf Naxos. Im Juni 2001 ging ein Lebenstraum mit der Gestaltung der Jungfrau von Orléans in Tschaikowskys gleichnamiger Oper in der Berliner Philharmonie in Erfüllung.
Dem Rundfunkchor Berlin gehört Kristiina Mäkimattila seit April 1998 an. Hier ist sie regelmäßig auch in Solo-Partien zu hören, im Mai 2005 etwa in Lars Scheibners Inszenierung der Russischen Liturgie, Der versiegelte Engel von Rodion Shchedrin.
Sie schätzt die Möglichkeit, mit Dirigenten und Orchestern von Weltruf auf höchstem Niveau musizieren zu können. Besonders wichtig ist ihr Nikolaus Harnoncourt.
Daneben geht sie weiterhin ihrer intensiven Konzerttätigkeit mit zwei auf Barockmusik spezialisierten Ensembles nach: dem Telemann-Consort Magdeburg, das unter Leitung ihres Mannes, des Magdeburger Konzertmeisters Wolfgang Hasleder, unveröffentlichte Oratorien und Kantaten Georg Philipp Telemanns aus den Quellen aufführt, und der Cammermusik Potsdam. Auch dem Lied fühlt sich Kristiina Mäkimattila sehr verbunden. Ihr Repertoire reicht bis hin zu Berios Folk-Songs, wobei ihr Jean Sibelius naturgemäß besonders nahe steht. Aber auch die Aufführungen von Schönbergs Pierrot lunaire bleiben ihr unvergeßlich.
Kristiina Mäkimattila hat selbst wichtige Impulse von ihren Lehrerinnen und Lehrern empfangen. Darum begann sie als leidenschaftliche Pädagogin bereits frühzeitig damit, ihr Wissen und ihre Erfahrung auch an den Nachwuchs weiter zu geben. Bis zur Geburt ihres Sohnes im Mai 2002 gehörte sie neben ihrer Verpflichtung beim Rundfunkchor Berlin als Gesangspädagogin dem Lehrkörper der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg an. Heute nimmt sie einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Hanns Eisler wahr.
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Tickets: Telefon +49 (30) 20 29 87 22, tickets@rundfunkchor-berlin.de |