
Für Judith Simonis ging alles ganz schnell. Im April 2004 hatte die junge Altistin als Aushilfe in Schuberts Es-Dur-Messe unter Nikolaus Harnoncourt mitgesungen. Wenige Tage später kam das Angebot, fest in den Rundfunkchor Berlin einzutreten.
Simonis wurde 1976 in Thüringen geboren. Seit ihrem sechsten Lebensjahr spielt sie Klavier, mit 12 Jahren trat sie in das Musikinternat der Hochschule für Musik "Franz Liszt" in Weimar ein. Der Weg zum Gesang war vorgezeichnet. Nach einem Studium der Gesangspädagogik im baden-württembergischen Bad Trossingen erwarb sie ihr Diplom als Opern- und Konzertsängerin an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Berlin. Sie war unter anderem Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes Berlin und Preisträgerin des Internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg. Als Konzertsolistin trat sie in Freiburg, Basel, Stuttgart, Straßburg und Berlin auf, Gastverträge führten sie an die Opernhäuser von Villingen und Magdeburg. Außerdem sang sie im Chor der Ludwigsburger Festspiele. Neben ihrer Chorverpflichtung wird Simonis auch weiterhin solistisch tätig sein.

