"Was den Text betrifft, will ich bekennen, dass ich recht gern das 'Deutsch' fortließe und einfach den 'Menschen' setzte." (Johannes Brahms, 1867, in einem Brief an Carl Reinthaler, Dirigent der Uraufführung von Ein deutsches Requiem)
Im Rahmen seiner Reihe Broadening the Scope of Choral Music präsentiert der Rundfunkchor Berlin Johannes Brahms' Ein deutsches Requiem in neuem Licht: Jochen Sandig und ein künstlerisches Team aus den Reihen der Compagnie Sasha Waltz & Guests entwickeln unter dem Titel „human requiem“ eine choreographierte "Verkörperlichung" des Werkes, bei der Text, Klang, Körper und Raum zueinander in Beziehung gesetzt werden. Der Chor wird in den Raum inszeniert, Sänger und Zuschauer gleichermaßen bewegt, die Trennung von Bühne und Zuschauerraum aufgehoben – das traditionelle Konzerterlebnis wird um eine Dimension erweitert.
Brahms' Requiem ist keine Totenmesse, der Text folgt daher nicht der katholischen Liturgie. Das Requiem will den Lebenden Trost spenden: Sein Thema ist die Vergegenwärtigung unserer Vergänglichkeit, die Bedeutung des Todes und der Trauer, aber auch deren Überwindung – der Blick bleibt dem Leben zugewandt. In der Gemeinschaft von Singenden und Hörenden wird diese Botschaft zu einem raumgreifenden und persönlichen Erlebnis: zu einem "human requiem".
Pressemitteilung 30.01.2012
Brahms' Deutsches Requiem als human requiem
Jochen Sandig und Sasha Waltz & Guests
bewegen den Rundfunkchor Berlin
11./12./19. Februar 2012, 20 Uhr, Radialsystem V, Berlin
10. Februar 2012, 20 Uhr: Öffentliche Generalprobe
Jochen Sandig geht es "um ein sehr unmittelbares Erlebnis, um eine Form von Demut und Bescheidenheit. Wir wollen, dass sich die Menschen, und damit meine ich alle, den Chor, den Dirigenten, die Besucher, darauf einlassen."
Das Brahms-Requiem gehört zu den Herzstücken im Repertoire des Rundfunkchores Berlin. Für die gemeinsame CD-Einspielung mit den Berliner Philharmonikern unter Simon Rattle gewannen der Chor und Simon Halsey 2008 einen Grammy für die "Beste Choreinspielung". An den Abenden im Radialsystem erklingt das Werk in einer Fassung für Soli, gemischten Chor und Klavier zu vier Händen. Im Rahmen seiner Reihe Broadening the Scope of Choral Music erschließt der Rundfunkchor Berlin neue Erlebnisweisen und Präsentationsformen von Chormusik. Dazu arbeitet er mit profilierten Künstlern unterschiedlicher Sparten zusammen, die das Potential des Mediums Chor aus ihrer Perspektive neu durchdenken, definieren und einsetzen.
Pressebilder zum Downloaden
Radialsystem V, Berlin
Sa 11. / So 12. / So 19. Februar 2012, 20 Uhr
Fr 10. Februar 2012, 20 Uhr Öffentliche Generalprobe
19 Uhr Konzerteinführung
human requiem
Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem op. 45
für Soli, gemischten Chor und Klavier zu vier Händen eingerichtet von Phillip Moll nach der Originaltranskription von Johannes Brahms
Jochen Sandig Szenische Einrichtung
Ilka Seifert, Sasha Waltz Dramaturgie
Davide Camplani, Claudia de Serpa Soares Künstlerische Mitarbeit/Repetition
Brad Hwang Raum
Jörg Bittner, Thomas Herda Licht
Marlis Petersen Sopran | Konrad Jarnot Bariton Phillip Moll Klavier | Philip Mayers Klavier
Rundfunkchor Berlin
Simon Halsey Dirigent
Eine Produktion des Rundfunkchores Berlin in Kooperation mit Sasha Waltz & Guests
und Radialsystem V.
Die Aufführung am So, 19. Februar bildet zugleich das Abschlusskonzert des Festivals
Chor@Berlin vom 16. bis 19. Februar 2012 im Radialsystem V.
Tickets: € 28 / erm. € 15 (11./12./19. Februar 2012) | € 15 (10. Februar 2012) | Keine Sitzplätze.
Tel. (030) 20 29 87 22 | tickets@rundfunkchor-berlin.de
www.rundfunkchor-berlin.de
Bitte beachten Sie, dass das künstlerische Konzept ein Publikum in Bewegung vorsieht und
die Halle bei dieser Veranstaltung daher unbestuhlt bleibt.
Pressekontakt Rundfunkchor Berlin
Sabine Germann – Presse- und Medienarbeit
Tel: (030) 20 29 87 - 562 | Fax - 569
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